Häufige Fragen (Stand: Juli 2015)

Wie heißt das neue Stadion und wann wird es eröffnet?

Im Juni 2014 gaben die Allianz Gruppe in Österreich und der SK Rapid bekannt, dass die neue Spielstätte des SK Rapid den Namen Allianz Stadion tragen und im Idealfall im Sommer 2016 eröffnet wird.

Wann wurde das Gerhard-Hanappi-Stadion abgerissen und wann war Baubeginn des Allianz Stadions?

Der Startschuss zur Entleerung des alten Gerhard Hanappi-Stadions erfolgte bei der Abrissparty am 4.10. 2014. Der Abriss des Stadions begann am 6. Oktober 2014. Im Dezember 2014 begann die Totalunternehmerin STRABAG AG mit dem Bau des Allianz Stadions (Termin des offiziellen Spatenstichs war der 12.02.2015). Informationen zum Bauverlauf veröffentlichen wir laufend – auch hier auf der Website.

Ist Rapid nun Besitzer, also nicht mehr Pächter des Allianz Stadions?

Ja! Durch die einstimmige Zustimmung zum Baurechtsvertrag durch den Wohnbauausschuss der Stadt Wien am 1. September 2014 wird die SK Rapid Sportstättenbetrieb GmbH Eigentümer des Stadions sein. Grundbesitzer bleibt weiterhin die Stadt Wien. Im Gegensatz zum Gerhard-Hanappi-Stadion ist der SK Rapid nicht mehr Pächter, sondern Eigentümer der Spielstätte.

Wieso braucht der SK Rapid ein neues Stadion?

Das Gerhard-Hanappi-Stadion wurde 1977 (unter dem Namen Weststadion) eröffnet und daher fast vier Jahrzehnte alt – charmant, aber baufällig. Ohne weitreichende Sanierungsmaßnahmen wäre es nur noch sehr begrenzte Zeit zu nutzen. Nach einer sorgfältigen, externen Prüfung der Kosten stellte sich heraus, dass ein Neubau weit wirtschaftlicher als eine vernünftige Sanierung ist.

Im neuen Stadion wird es außerdem eine weit bessere Infrastruktur sowie mehr Platz geben. Das wird für einen stärkeren Ticketverkauf sorgen, einem wesentlichen Ertragsfaktor des Vereins.  Ein starkes Potential liegt in der Vermarktung hochpreisiger Besucher-Angebote, die bei Rapid im Moment nur in geringer Quantität und Qualität angeboten werden können.
Ein neues Stadion ist also baulich wie auch finanziell ein Muss. Wenn Rapid im Jahr 2019 sportlich unter den Top-50-Vereinen Europas sein möchte, muss jetzt die finanzielle Basis dafür geschaffen werden. Auch für die Anrainer in unmittelbarer Nähe bietet nur ein Neubau, aber nicht eine Sanierung, umfangreiche und massive Verbesserungen.

Warum wird am Standort der Gerhard-Hanappi-Stadions und nicht wo anders gebaut?

Der SK Rapid ist nunmehr seit bereits mehr als einem Jahrhundert in Hütteldorf tief verwurzelt. Abgesehen von Tradition und Alleinstellungsmerkmal eines Neubaus, ist ein Neubau an anderer Stelle weder leistbar noch ökonomisch sinnvoll. Der Standort ist die ideale und einzige Lösung zugleich: Verkehrs-Erschließung und Baurechtvertrag sind geradezu perfekt geeignet. Der Standort Hütteldorf liegt gut angebunden an U-Bahn, S-Bahn, dem regionalen und bundesweiten Schienenverkehr sowie der Autobahn und allen untergeordneten Verkehrswegen. In unmittelbarer Nähe gibt es eine Garage mit direktem Anschluss an das Stadion, sowie eine großräumige Park+Ride-Anlage. All diese infrastrukturellen Voraussetzungen mit einem Schlag schon bereit zu haben ist weltweit (!) schwer zu finden.

Wie wird man dem großen Rapidler Gerhard Hanappi, der jahrzehntelang Namensgeber der grün-weißen Heimstätte war, nun die Ehre erweisen?

Auf Antrag des SK Rapid wird der Vorplatz vor dem Allianz Stadion und damit auch die zukünftige Vereinsadresse ab Juli 2016 den Namen Gerhard-Hanappi-Platz 1 tragen. 

Gibt es eine sichtbare Erinnerung an das Gerhard-Hanappi-Stadion?

Ja, als Reminiszenz an die beliebte Spielstätte bleibt einer der vier legendären Flutlichtmasten, der allerdings nicht mehr als Lichtquelle benutzt wird, stehen.

Welche Vorteile bringt das neue Allianz Stadion?

Spieler und Fußballfans werden sich über die Verbesserung des Stadionkomforts, der Sicherheit und auch den barrierefreien Gästezugang erfreuen.
Auch für die Anrainer bringt das neue Allianz Stadion Vorteile:
.         Weniger Lärmbelästigung durch geschlossene Ecken
.         Weniger Lichtbelästigung durch die Integration des Flutlichts in das Stadiondach im Gegensatz zu den bislang in Betrieb befindlichen hohen Flutlichtmasten.
.         Keine temporären Parkverbote mehr: Sowohl Gästebusse, Einsatzfahrzeuge als auch der gesamte TV-Compound sowie die Mannschaftsbusse können direkt im Stadiongelände untergebracht werden.
.         Die per Bus anreisenden Gästefans werden direkt auf das Stadiongelände gebracht und betreten den Innenbereich durch einen eigenen Tunnel. Sie kommen somit nicht mehr in Kontakt mit den Bauten oder Grünflächen der Nachbarschaft.

Wie viel kostet das neue Stadion und wie soll es finanziert werden?

Rapid kalkuliert mit einer Summe von 47,5 Millionen Euro Kosten für den Neubau inklusive Abriss des Gerhard Hanappi Stadions. Mit Kosten im Zusammenhang mit der Begründung des Baurechtes, den Grundbuchsgebühren diverser Gutachten, etwaigen Einrichtungskosten und einer Reserve liegt das Gesamtbudget für dieses Projekt bei rund 53 Millionen Euro.

Fast 20 Millionen werden durch eine Förderung der Stadt Wien bestritten. Die restlichen Mittel werden über eine für Immobilienprojekte übliche langfristige Kreditfinanzierung aufgebracht, weiters werden auch alternative Finanzierungsformen wie Stadionanleihen, Bausteinaktionen u.ä. entwickelt.

Untermauert durch das Engagement der Allianz Gruppe in Österreich als Naming-Right-Partner des neuen Stadions des SK Rapid ist die gesamte Finanzierung weiter gefestigt.

Welche Kapazität wird das neue Allianz Stadion haben?

Es werden sehr wahrscheinlich genau 24.288 Sitzplätze. Mehr Plätze sind nicht möglich, wenn man die bestehenden Widmungen und Vorschriften für den Standort so einhalten möchte, wie dies der SK Rapid tun will. Etwas mehr als zehn Prozent dieser Plätze sollen im hochpreisigen Segment beheimatet sein, sprich Business-Seats (2470), auch 40 VIP-Logen und zwei Eventlogen sind geplant.
Bei internationalen Spielen sind ausnahmslos Sitzplätze erlaubt, für nationale Spiele behält sich der SK Rapid die bauliche Möglichkeit vor, den Bereich für die Heimfans auf Stehplätze umzurüsten, was eine Erhöhung der Gesamtkapazität auf 28.345 Plätze bedeuten würde.

Wie wurde und wird das Stadion-Neubau-Projekt abgewickelt?

Nach der Analyse von internationalen Referenzprojekten wurde der Kontakt zum deutschen “Institut für Sportstättenberatung” hergestellt. Damit hat man mit deren Geschäftsführer, Dr. Claus Binz, auch eine absolute Kapazität im internationalen Stadionbau ins Boot geholt. Dr. Binz ist ebenso im Stadion-Projekt-Team wie sein Mitarbeiter DI Marco Eichen.

Zudem sind in diesem Team auch Harry Gartler (Prokurist der SK Rapid Sportstättenbetrieb GmbH) und KR Ing. Peter Fleissner, der bereits bei zahlreichen Groß-Bau-Projekten in Wien federführend involviert war! Das IFS entwickelte bzw. begleitete unter anderem Stadionprojekte in Frankfurt, Düsseldorf, Mainz und St. Pauli.

Das Stadion-Projekt-Team erhielt im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens, zu dem sechs nationale und internationale Firmen eingeladen wurden, von vier Firmen (bzw. Arbeitsgemeinschaften) Angebote. Auf Empfehlung des Projektteams beschloss das Präsidium des SK Rapid (bei Stimmenthaltung von Präsident Michael Krammer) vorab mit zwei Firmen und verbindliche Endverhandlungen zu treten und schlussendlich die Firma STRABAG als bevorzugten Bieter auszuwählen.

Wer überprüft im Sinne einer „Begleitenden Kontrolle“ den Projektverlauf?

Nicht nur innerhalb unseres Projektteams  – durch die Firmen IFS, die bereits an 30 Stadionbauprojekten beteiligt war, und auch durch BDN – hat der SK Rapid Wien ein Kontrollsystem für die Einhaltung der Projektziele und die Qualitätssicherung. Darüber hinaus gibt es auch von der Stadt Wien ein beauftragtes Unternehmen,  welches eine externe begleitende Kontrolle durchführt.

Wie erfolgt der Ticket- und vor allem Jahreskartenverkauf für die Spiele im neuen Allianz Stadion?

Fixiert ist, dass all jene Fans, die in den kommenden beiden Saisonen eine Jahreskarte für die Spiele im Ernst-Happel-Stadion erwerben, ein Vorkaufsrecht für die Jahreskarten in der neuen Spielstätte haben werden. Nähere Details werden zeitgerecht bekanntgegeben.

Wie werden die VIP Bereiche aussehen und wo kann man sich über VIP Produkte informieren?

Informationen zum Hospitality Paket findet man hier auf der Website unter der Rubrik VIP.